Saint Jacques Viertel
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| | ©OPT - Jean-Paul Remy |
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Vintage und Nippes
Von der Grand Place bis zum Manneken Pis läuft man im Saint Jacques-Viertel an den abgefahrensten Adressen vorbei: Kunterbunte Kinderkleidung gibt es im märchenhaft-spielerischen Universum für Kinder und Eltern bei „Pygmée“, gegenüber im plüschig-rosé Ambiente von „Lady Panamé“ wird für sexy und sinnliche Dessous eher am Stoff gespart.
Ein bisschen muffig riecht er schon, der Szeneladen von Bernard Gavilan für den Fünfziger bis Achtziger Jahre-Look. Doch was früher Secondhand hieß, ist nun Kult und als trendiges Vintage verpackt. Hummelgroße Sonnenbrillen finden sich neben Eierbechern verziert mit Goofy, es gibt unvorstellbar viele schrille Klamotten und die Umkleidekabinen schließt man mit Vorhängen aus zusammengenähten Jeanshosen. Im Nachbarhaus stöbert man im spacigen Ambiente von „Mr.Ego“ zwischen Freitagstaschen und Streetwear. Ganz feines Vintage bieten „Roman & Valy“ mit großen Modekreationen von Chanel oder Courèges.
In dem hippen Viertel mitten im Zentrum Brüssels stößt man aber auch auf abgedrehte Läden voll wunderschöner Dinge, die man nicht wirklich braucht, aber die man sich gerne in die Wohnung stellt: wie etwa die Beatlessongs dudelnde Spieluhr en miniature von Rosalie Pompon, die bunte Kuhparade und die unzähligen Manneken Pis-Figuren bei „100% Design“, oder Elvis-Taschen im Retro-Paradies „What“ für flippige Accessoires.