Bier
Mit über 500 verschiedenen Biersorten von der "Verbotenen Frucht" bis zum "Delirium Tremens" hat sich Belgien die Vielfalt mittelalterlicher Bierkultur bewahrt. "Das ist ja gar kein Bier", sagen so manche an Pils gewohnte Deutsche. "Stimmt", denn in Belgien schmeckt der Gerstensaft manchmal so spritzig wie Champagner oder so edel wie Wein. Jahrhunderte lang hat man auch in Deutschland aus fast Allem Bier gebraut, bis das deutsche "Reinheitsgebot" die Einheit deutscher Braukunst verordnete. Zum Schutze der Verbraucher, denn Manches, was man damals zusammenbraute, klingt heute nach Hexenküche und Alchemie. Aber der gesunde Menschenverstand erlaubt den belgischen Brauern, nur mit Naturprodukten wie Kirschen und Himbeeren zu brauen. Gerade in der Küche geben die Frucht- und Trappistenbiere eine unersetzliche, typische Geschmacksnote.
Wie man ein Bier verkosten sollte
Eine Kunst für sich
Vor einer Verkostung beachtet man zunächst die Temperatur und das Glas, in dem das Bier serviert wird.
Eine zu niedrige Temperatur zerstört die Aromen; ein Degustationsbiers sollte also nicht zu frisch getrunken werden, im Gegensatz zu einem so genannten «Durstlöscher» oder Pils.
Form und Tiefe eines Glases wirken sich beim Trinken des Biers auf dessen Aroma aus.
Bei einer Verkostung spielen drei Sinne eine Rolle. Zunächst die Sicht, dann der Geruch und schließlich der Geschmack. Auch das Gehör bleibt nicht unbeteiligt, z. B. beim Öffnen einer Bierflasche, Einschenken des Biers, und beim Platzen der Schaumblasen, die man hört, wenn man das Glas Bier ans Ohr hält.
Betrachtet man ein Bier, sind 3 Aspekte zu beachten: der Schaum muss an den Glaswänden haften bleiben, die Blasen müssen klein und von regelmäßiger Natur sein, und schließlich muss das Bier von brillanter Farbe sein, außer bei den Hefebieren, wie das Weißbier beispielsweise.
Was den Geruchssinn betrifft, so muss man zuerst am Bier riechen, ohne das Glas zu bewegen, damit man den vorherrschenden Duft wahrnimmt, denn ein Bier enthält mehr als 650 Aromabestandteile. Dann kann man das Bier im Glas drehen, damit die sekundären Aromen freigesetzt werden.
Wenn man es schließlich trinkt, kann man sich zuerst darauf konzentrieren, den Geschmacksunterschied zwischen Schaum und Bier selbst zu vergleichen. Im Mund kann man den Grundgeschmack entdecken: die Süße auf der Zungenspitze, das Saure an den Seiten und schließlich das Bittere am Abgang entdecken. Mit Hilfe der Zunge kann man sich auch eine Vorstellung von der Dichte und der Textur eines Bieres verschaffen. Der Gaumen ist nicht zu vernachlässigen, denn darüber nimmt man Alkohol, Adstringenz (Zusammenziehen) und Prickeln wahr. Nach dem Herunterschlucken bleibt der Grundgeschmack erst auf der Zunge haften und verliert sich mehr oder weniger schnell. Genau in diesem Augenblick kann man die Bitterkeit des Bieres wahrnehmen.
Beermania
Die Vielfalt der belgischen Biere ist bekannt. Im Biergeschäft Beermania finden sich wohl fast alle Sorten. Ungefähr 500 verschiedene Sorten, vom einfachen Pils über Bier mit Kirschgeschmack bis hin zum edlen Geuzue sind im Angebot. Bierproben sind möglich.
Beermania
Chaussee de Wavre 174-176
B-1050 Brüssel
Tel.: 0032-2-512 17 88
Fax: 0032-2-511 32 42
E-Mail: beermania@skynet.be
Internet: www.beermania.be
Öffnungszeiten: Montag bis Samstag: 11-21h
De Bier Tempel
De Bier Tempel bietet neben vielen Biersorten auch eine reiche Auswahl an Accessoires, Gläsern, Büchern und vieles andere zum Thema Bier.
De Bier Tempel
Rue du Marché aux Herbes 56b
B-1000 Brüssel