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Trappistenbier in der Wallonie

 

Das Trappiste – ein seltener Hochgenuss der Braukunst von Mönchen in historischen Abteien


Belgiens berühmte Trappistenbiere sind wahrhaft frommer Herkunft und werden von Kennern als "Geschenk des Himmels“ bezeichnet. Denn es gibt nur wenige Orte auf der Welt, wo dieses Klosterbier produziert wird. Von den lediglich noch sieben Abteien liegen sechs in Belgien und eine in den Niederlanden. Neben Westvleteren, Westmalle und Achel befinden sich gleich drei Prunkstücke an Trappistenklöstern in der Wallonie – Orval, Chimay und Rochefort.

Der Name "Trappiste"

Die Trappisten sind ein Zweig der reformierten Zisterziensermönche, deren Ursprung auf das 12. Jahrhundert im Kloster von Citeaux in Burgund zurückgeht. Der Name stammt von ihrer historischen Abtei "La Grande Trappe“ in der Normandie ab. Die Bezeichnung "Trappiste“ ist strengstens geschützt und kontrolliert. Dafür bürgt die "Internationale Trappistenvereinigung“, die eigens dafür das Markenzeichen "Authentic Trappist Product“ ins Leben rief. Nur die Biere, die in einer Zisterzienserabtei unter den wachsamen Augen der dort lebenden Mönche gebraut werden, dürfen die Bezeichnung "Trappiste“ tragen. Die Gewinne, welche die Brauereien erzielen, dienen zum Teil dazu, soziale Zwecke zu unterstützen.

Das Trappistenbier

Die charakteristischen Trappistenbiere sind obergärige, meist dunkle und starke Biere, die seit Generationen nach traditionellen handwerklichen Methoden hergestellt werden. Jedes Kloster hat seine eigenen Geheimnisse, den Bieren ihre unvergleichlichen Aromen und den individuellen Geschmack zuzuführen. Sie gären in der Flasche nach und sind nicht pasteurisiert.

Starkbier und Abteikäse aus Orval

Die monumentale Abtei Notre-Dame d’Orval im südlichen Belgien in der Provinz Luxemburg wurde bereits 1070 gegründet. Die Abtei kann teilweise besichtigt werden (Ruinen des ehemaligen Klosters sowie das Museum). In Orval wird nur eine Sorte Trappiste gebraut, ein 6,2 prozentiges dunkles Starkbier, das eine Nachgärung in der typischen kegelförmigen Flasche erfährt. Zum Bier gehört in Orval ein entsprechender handwerklich produzierter Abteikäse. Orval-Käse und -Bier werden im Geschäft in der Abtei angeboten. Am Eingang des Tales vor der Abtei lädt eine Brasserie zum Verweilen ein, um die Spezialitäten von Orval in verschiedenen Variationen zu kosten. Etwas wunderbar Originelles für den kleinen wie großen Appetit!

Mehr Informationen: Abtei von Orval (VILLERS-DEVANT-ORVAL)

Starkbier und mit Bier veredelter Käse aus Chimay

Das Kloster Notre-Dame de Scourmont (1850) im südlichsten Teil Belgiens ist das bekannteste Trappistenkloster mit der absatzstärksten Brauerei. Seit 1862 wird hier Trappistenbier produziert. Das Geschmackserlebnis des Chimay ist auf die eigene Gärhefe aus "Reinkultur“ zurückzuführen, die zusammen mit dem Brunnenwasser des Klosters für die Qualität dieses Bieres sorgt.
Es werden drei Basis-Sorten Chimay-Trappiste produziert (zu unterscheiden an den Etikettenfarben): Rouge (7%), Tripel (8%), Bleue (9%).
Eine Delikatesse wallonischer Feinschmeckerkunst ist der milde, halbfeste Chimay–Käse, der mit Trappiste veredelt wird.

Mehr Informationen: Chimay

11,3 prozentiges aus der Abtei Rochefort

Seit dem 15. Jahrhundert beten und arbeiten Zisterziensermönche in der ehrwürdigen Abtei Notre Dame de Saint-Rémy in zauberhafter Naturlage in der Provinz Namur. Besucher haben zu diesem Idyll keinen Zutritt. Nur die Abteikirche kann besichtigt werden.
Seit 1952 wird hier kommerziell ein sehr gehaltvolles Trappistenbier in drei Sorten gebraut: das "Six“ (6), das "Huit“ (8) und das "Dix“ (10), nach einer Maßeinheit berechnet, die den Zuckergehalt angibt. Das "Dix“ bringt es immerhin auf einen Alkoholgehalt von stattlichen 11,3 %.

Info: Die Abtei von Rochefort ist für die Öffentlichkeit NICHT zugänglich!